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Heimvorteil im Fußball

Studie zum Heimvorteil im Europäischen Spitzenfußball

Ligastärke und HeimvorteilEin Blick auf die Heim- und Auswärtstabelle einer beliebigen Liga lässt ohne große mathematische Kenntnisse erkennen, was Fußballfans rund um den Globus ohnehin schon immer klar war – es gibt ihn, den Heimvorteil im Fußball, und dieser ist sogar recht stark ausgeprägt.

Die Studie „Heimvorteil im Europäischen Spitzenfußball“ hatte aber nicht nur den Zweck den Heimvorteil als solches nachzuweisen, sondern diesen einer ländervergleichenden Analyse zu unterziehen und Rückschlüsse auf die Entwicklung des Heimvorteils im Zeitverlauf zu gewinnen. Untersucht wurden alle Ergebnisse der nationalen Meisterschaften aus 19 der besten europäischen Fußball Ligen über einen Zeitraum von zehn Jahren.

Mit durchschnittlich 43,7 Prozent an gewonnen Heimspielen weißt Finnland dabei den geringsten „Heimvorteilsfaktor“ auf, am meisten Heimsiege wurden über den gesamten Betrachtungszeitraum hinweg in der höchsten norwegischen Spielklasse beobachtet. Die stärksten Ligen befinden sich dabei eher im Mittelfeld der Untersuchungsergebnisse – an den Rändern finden sich tendenziell eher schwächere Ligen.

Auch innerhalb der Ligen wurden dabei starke Schwankungen festgestellt – so gab es in der Schwedischen Liga im Jahr 2006 nur 39 Prozent an Heimsiegen, im Jahr 2011 endeten 53 Prozent der Ligaspiele mit einem Heimsieg.

Über alle untersuchten Ligen hinweg lässt sich ein Abwärtstrend erkennen, was die Häufigkeit der Heimsiege anbelangt.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • Über den Untersuchungszeitraum hinweg sind die Unterschiede im Ländervergleich recht moderat, zwischen den Extremwerten Finnland (43,7%) und Norwegen (49,3%) liegen nur 5,6 Prozentpunkte. Vergleicht man aber einzelne Spielzeiten in den unterschiedlichen Ländern miteinander, so ergeben sich starke Differenzen.

  • Mit 46,5 Prozent aller Spiele die in den untersuchten Ligen mit einem Heimsieg endeten, konnte eine starke Ausprägung des Heimvorteils im Europäischen Spitzenfußball nachgewiesen werden.

  • Schwächere Ligen bilden die Extremwerte, während sich die stärksten Ligen eher im Mittelfeld wiederfinden. Auch hinsichtlich der Schwankungsbreite im Zeitverlauf weisen stärkere Ligen einen stetigeren Verlauf auf, als es bei schwächeren Ligen der Fall ist.
  • Über alle untersuchten Ligen hinweg zeigt sich im Zeitverlauf eine sinkende Anzahl an Heimsiegen. Der Faktor Heimvorteil ist daher in den letzten Jahren rückläufig.

 

Die gesamten Ergebnisse und detaillierte Informationen zur Studie „Heimvorteil im Europäischen Spitzenfußball – Mythos oder Realität?“ können Sie hier Downloaden:

Download Studie „Heimvorteil“